Unvernunft

Im Moment habe ich - trotz der geringen Fallzahlen von 1 Erkrankten im Bezirk Innsbruck Land und 5 Erkrankten in Innsbruck Stadt - ein ziemlich flaues Gefühl betreffend COVID: mit dem Fall der Schutzmaskenpflicht scheint bei vielen Mitmenschen auch das Gefühl für Abstand und das Verantwortungsgefühl gefallen zu sein.

Wenn wir so weitermachen steuern wir unweigerlich auf eine 2. Welle zu - schlimmstenfalls mit neuerlichem Shutdown und allem was dazugehört, um unserer Wirtschaft zu schaden.

Bitte: seid vernünftig. Haltet Abstand!

nach langer Pause...

Da sich die Situation in punkto COVID in den letzten Wochen - Gottseidank - beruhigt hat, ist seit meinem letzten Blog-Eintrag nun doch einiges an Zeit vergangen.

Im Moment ist der Friede bei COVID ein sehr zerbrechlicher: ein kleiner Cluster in Salzburg, ein riesiger Cluster mit Lockdown einer Region mt 650.000 Einwohnern in Deutschland (Tönnies...).

Das Wichtigste ist jetzt VERNUNFT - und diese scheint mir ein wenig Mangelware. Bei manchen PatientInnen herrscht Unverständnis, warum wir in unserer Praxis nach wie vor nur auf Termin arbeiten und keine Patienten ohne Anmeldung in unser Wartezimmer lassen.

Die wichtigste Vorsichtsmaßnahme ist im Moment meines Erachtens ABSTAND. Die Gefahr lauert überall dort, wo Menschen ohne Rücksicht auf andere ohne Abstand aufeinanderkleben. Im Supermarkt an der Kasse, beim Ausgehen, unter Freunden. Der Baby-Elefant gilt immer noch!

COVID Tests

In letzter Zeit tauchen vermehrt Fragen nach COVID Tests auf, vor allem wegen Auslandsreisen:

Grundsätzlich müssen 2 Arten von Tests unterschieden werden. 

1) Erregernachweis (PCR) und 2) Antikörper-Suchtests (Schnelltest / ELISA)

Für eine Bestätigung, dass man COVID-frei ist (über die Grenze darf), wird ein negativer Erreger-Nachweis (PCR) benötigt. Abnahme mit Abstrich von der Rachenhinterwand, Kosten für diese Tests (auf eigenen Wunsch beim Gesunden) liegen um die Euro 100,-.

Ein Antikörper-Suchtest aus dem Blut (Kosten Euro 40,- bis 50,-) gibt lediglich Auskunft darüber, ob jemand früher bereits mit dem Virus Kontakt hatte - mit allen Unsicherheiten und Einschränkungen, die ich im Blogeintrag vom 8. April erörtert habe. Mit einem Antikörper-Suchtest kann allerdings keine frische Infektion ausgeschlossen werden. 

Fazit: wer über die Grenze will, kommt um einen Erregernachweis mittels PCR nicht herum. Die Abnahme bei uns ist jederzeit nach Terminvereinbarung möglich. Eine Testung über die Infrastruktur des Landes Tirol ("1450") ist nur im Krankheitsfall möglich. 

Es wird ruhiger ...

Es sieht im Moment tatsächlich danach aus, als ob in Österreich und Deutschland täglich weniger Menschen als an COVID erkrankt gelten würden. Würden wir die im Moment laufenden Maßnahmen weiter aufrecht erhalten, hätten wir nach verschiedenen mathematischen Modellen sogar die Chance, COVID komplett "auszuhungern". So lange, bis die Grenzen wieder geöffnet werden und wir die Krankheit wieder importieren ...

Da nun aber ohnehin die Maßnahmen zunehmend gelockert werden (Schulen wieder teilweise geöffnet, Geschäfte wieder zunehmend geöffnet, in Kürze wieder geöffnete Gasthäuser und Lokale,...) werden wir das mit dem "Aushungern" von COVID vermutlich ohnehin nicht schaffen. Mit etwas Glück können wir COVID über den Sommer auf "Sparflamme" halten - bis zum Herbst. Dann prognostizieren die meisten Virologen einen nochmaligen Ausbruch von COVID 19, möglicherweise auch noch einmal mit einem Shutdown wie in den letzten Wochen. Wir werden sehen.

Für die Zukunft heißt es aber testen, testen und nochmal testen - um einen neuerlichen Ausbruch von COVID 19 nicht zu "verschlafen" und vereinzelte Erkrankte sofort aus dem Verkehr zu ziehen und unter Quarantäne zu stellen. Leider dürfen wir Hausärzte in Tirol laut Landesregierung aus mir unerfindlichen Gründen immer noch keine Abstriche für eine PCR auf COVID einschicken. Aus diesem Grund habe ich unsere Praxis nun beim virologischen Institut der Universität Wien als "Sentinel"-Praxis angemeldet. Sentinel-Praxen sind Wächter-Praxen für die jeweilige Region. Das bedeutet, es dürfen und sollen sogar Abstriche auf COVID 19, im Herbst auch auf Influenza bei uns abgenommen und nach Wien geschickt werden, um damit vor Ausbrüchen dieser Erkrankungen bei uns frühzeitig zu warnen.

Eine weitere Front ist der Kampf um die Krankenkassenhonorare. Wir arbeiten jetzt auf Termin, mit reservierten Zeiten von 10 bis 15 Minuten pro Patient - um ein Kassenhonorar bei der ÖGK Tirol von 4,30 Euro (richtig gelesen - vier Euro dreißig Cent) pro Patient. Das werden wir Hausärzte nicht ewig so mitmachen. Es läuft hier unter anderem eine Petition der Hausärzte - allerdings vermutlich ohne Erfolg. 

Unsererseits werden wir ab Mai unsere Ordinationszeiten neuerlich erweitern - siehe Homepage - und dabei versuchen, potentiell infektiöse Patienten von Gesunden zu trennen.

neue Normalität

Wie wir es täglich in den Medien hören, sind wir am Weg in eine "neue Normalität". 

Seit dieser Woche haben wir unsere Praxis wieder zwei Nachmittage geöffnet, ab Mai werden wir die Ordinationszeiten noch weiter ausweiten - wobei wir dann mehr Stunden wie vor COVID geöffnet haben werden. Nur so ist es möglich, auf Termin einen Patienten nach dem anderen ohne nennenswerte Wartezeiten und mit genügend Zeitpuffer zu behandeln.

Grundvoraussetzung ist allerdings, dass der Großteil unserer Patienten nach telefonischer Voranmeldung kommt. Medikamentenanforderungen sollten weiterhin bevorzugt schriftlich (e-Mail, Postkasten) deponiert werden, weil wir unsere Telefonkapazitäten für Terminvergaben und andere telefonische Anfragen benötigen.

Zusammenfassend ist es aber wichtig, dass die medizinische Versorgung wieder vom absolut Notwendigsten der letzten Wochen auf ein vernünftiges Maß hochfährt. Es gab die letzten Wochen laut Medien 30% weniger Herzinfarkte wie in den letzten Jahren. Was aber lediglich bedeutet, dass ein Teil der Herzinfarkte einfach unentdeckt blieb. Im Gegenzug sind laut gestrigen Aussagen der Statistiker über 500 Menschen mehr - nicht an COVID! - wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres gestorben.

An den Mund-Nasenschutz beim Einkaufen oder auch in unserer Praxis werden wir uns für die nächsten Monate, vielleicht auch ein wenig länger, gewöhnen müssen.  

Hochfahren

Vorgestern Nachmittag kam nun eine Mail der Ärztekammer für Tirol, dass wir ab sofort wieder beginnen sollten, unsere Ordinationen "hochzufahren".

Allerdings mit Einschränkungen:

Keine potentiell infektiösen Patienten zu gesunden Patienten, nicht mehr wie 1 Person pro 10m² ins Wartezimmen (bei unseren 26 m² bedeutet das 2, allerhöchstens 3 Personen ins Wartezimmer). Wenn möglich alle Ordinationen auf Termin. Alle Patienten mit Mundschutz.

Wir werden jetzt ab kommender Woche beginnen, neue Strukturen bei uns einzuführen. Eigene Zeiten für geplante Blutentnahmen und Gerinnungstests, ab kommender Woche ein, dann bis auf weiteres zumindest wieder zwei Nachmittage 17.00 bis 19.00h geöffnet. In weiterer Folge Wiederaufnahme von Vorsorgeuntersuchungen, welche ohnehin nur auf Termin möglich sind.

Funktionieren kann das alles nur mit Unterstützung unserer Patienten. Besuche in unserer Praxis bis auf Weiteres wenn möglich nur nach telefonischer Voranmeldung!

Vor allem, wenn eine COVID-Infektion nicht auszuschließen ist, bitte ZUERST mit 1450 oder mit uns Kontakt aufnehmen!

Das Chaos um die Dunkelziffer

Nun ist sie also da: die erste Studie zur Dunkelziffer der COVID-19 positiven Menschen in unserer Bevölkerung. Ergebnis: Die Dunkelziffer liegt bei 28.500 Fällen. Genauer gesagt irgendwo zwischen 10.200 und 67.400 Fälle. Aber das auch nur mit einer 95%igen Wahrscheinlichkeit. Jetzt wissen wir Bescheid, oder?

Falls der geneigte Leser gerade Schmunzeln sollte - dann geht es Ihnen wie mir beim Tippen dieser Zeilen. 

Wie kommt dieses Resultat zustande?

Zusammenfassend wurden etwas über 1500 zufällig ausgewählte Personen mit PCR getestet. PCR bedeutet, nur im Moment aktive Infektionen werden gefunden, abgelaufene Infektionen nicht. Von diesen 1500 zufällig ausgewählten Probanden haben 3 angegeben, sie wären bereits positiv getestet worden - auf einen weiteren Test wurde verzichtet. Unter den übrigen 1500 Getesteten wurden nun 2 positiv getestet. Die 3 "Vorerkrankten" und die 2 positiv Getesteten machen nun 5 Positive - von den 1500. Diese an Aussagekraft kaum zu überbietende Zahl wurde dann von einem Institut für Statistik (SORA) aufbereitet. Resultat: Das 95% Konfidenzintervall (also der Bereich, in dem wir von einer 95% Wahrscheinlichkeit ausgehen dürfen, dass das Ergebnis stimmt) liegt zwischen 10.200 und 67.400. 

Fazit: einzige Aussage dieser "Studie" ist, dass es im Moment nur wenige unentdeckte aktive Infektionen gibt. Um eine Antwort auf die Frage zu bekommen, wie hoch der Anteil der Bevölkerung ist, die bereits eine COVID-19 Infektionen durchgemacht hat (Stichwort Herdenimmunität), brauche ich keine PCR, sondern einen (möglichst genauen) Antikörper-Test. Durchgeführt an vielen tausenden zufällig ausgewählten Menschen.

Und nur mal so unter uns: ob ich nun 50.000 oder 300.000 abgelaufene Covid-Infektionen in Österreich habe, macht in Hinblick auf die vielfach erhoffte Herdenimmunität bei fast 9 Millionen Einwohnern keinerlei Unterschied. Es gibt keine. Wenn wir also nun die Einschränkungen lockern, beginnt das Spiel von vorne!

Antikörpertests

Da sich inzwischen die täglichen Anfragen zu den Antikörpertests häufen:

Nehmen wir einmal an, die derzeit angebotenen Tests liefern wirklich das Resultat, das sie versprechen:

Sensitivität 100%: d.h. JEDER mit Covid Infizierte ("positiv") wird richtig erkannt.

Spezifität 98% (mehr hat im Moment kein mir bekannter Test): d.h. 98 von 100 bisher nicht Infizierten werden richtig als nicht infiziert ("negativ") erkannt. Bei 2 von 100 kommt fälschlicherweise heraus, dass sie Antikörper gegen Covid hätten, obwohl es nicht stimmt ("falsch positiv")

Naja, 2 von 100 falsch, damit kann man doch leben, oder?

Das Problem ist die extrem niedrige "Vortestwahrscheinlichkeit", also wie viele positive ich zu erwarten habe:

Bleiben wir in Tirol mit offiziell ca. 3000 positiv getesteten Menschen. Nehmen wir eine sehr hohe Dunkelziffer an und gehen wir von insgesamt 10 mal soviel Covid-Positiven, also 30.000 Menschen mit Antikörpern aus. Tirol hat 750.000 Einwohner, rechnen wir mit  Studenten und getesteten Touristen der Einfachheit halber mit 1.000.000 Menschen insgesamt, von denen nun 30.000 positiv sind.

Jetzt teste ich 100.000 von diesen Menschen auf Covid-Antikörper. 3.000 von den 100.000 werden richtig erkannt, Antikörper vorhanden.

Jetzt kommt das Problem: von den verbleibenden 97.000 werden 98% richtig als nicht infiziert erkannt, "nur" 2% sind falsch positiv. Das heißt, bei 1940 Menschen kommt beim Test heraus, sie hätten Antikörper - obwohl sie keine haben.

Für den einzelnen positiv Getesteten bedeutet das nun, dass die Wahrscheinlichkeit, wirklich wirksame Antikörper zu haben, bei 3000 zu 1940, anders gesagt bei ca 60% liegt. Von 10 positiven Tests sind also 6 richtig - aber 4 falsch positiv!

 

keine Rückmeldung...

kurzer Zwischenstand: wie im letzten Blogbeitrag erwähnt, haben wir (Tiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin) am Samstag einen Vorschlag an das Land Tirol übersendet, wie wir niedergelassenen Ärzte sinnvoll und koordiniert in die Testungen auf COVID-19 eingebunden werden könnten. Leider gibt es bis heute Donnerstag keinerlei Rückmeldung durch das Land Tirol ...

Im Gegenzug will das Land gemeinsam mit dem Roten Kreuz eine neue Testaktion für Pflegeheime starten, ohne uns betreuende Ärzte davon überhaupt zu informieren.

Osterferien

Ab dieser Woche haben unsere Kinder nun offiziell Osterferien. Ursprünglich war die Schließung unserer Schulen ja nur bis nach Ostern geplant, erwartungsgemäß wurde diese Maßnahme aber bis auf weiteres verlängert. Ich wiederhole mich, wenn ich prognostiziere, dass die Schulen vor Sommer nicht mehr öffnen werden. Lediglich Abschlüsse (Pflichtschule, Matura) werden - hoffentlich - noch in irgendeiner Form kommen. 

Osterbesuche von Verwandten sind sinnvollerweise nicht erlaubt, die vor dem Wochenende präsentierte "5-Personen-Regelung" wurde in der heutigen Pressekonferenz widerrufen.

Die rückläufigen Zahlen der Neuinfektionen sind extrem erfreulich und machen wirklich Hoffnung! Wenn es diese Woche noch so weitergeht, könnten nach Ostern wirklich die nächsten Geschäfte (mit Mund-Nasenschutz) öffnen!

Und nachdem wir nun erfreulicherweise keine überfüllten Intensivstationen und Leichenhäuser haben - ganz im Gegensatz zu Italien, Frankreich und Spanien - beginnen nun die ersten Stimmen laut zu werden, dass die ganzen Aktionen ja völlig überzogen seien, und dass das Ganze ja ohnehin halb so schlimm sei! Tut mir einen Gefallen: Seid bitte still! Das Ganze ist nur deshalb jetzt halb so schlimm, weil rigorose Maßnahmen getroffen wurden.

Einen kleinen Kampf führen wir noch an anderer Stelle: am Samstag haben wir (die Tiroler Gesellschaft für Allgemeinmedizin) gemeinsam mit einem Mikrobiologischen Labor, welches noch einiges an freien Testkapazitäten für COVID-19 hat, ein Schreiben an das Land Tirol und die Landessanitätsdirektion mit dem Angebot für eine sinnvolle und koordinierte Zusammenarbeit von niedergelassenen Ärzten bei der Entnahme von Abstrichen geschickt. Im Moment dürfen Abstriche (offiziell) ja nur über die 1450 in den Abstrich-Straßen (Rossau) entnommen werden. Wir niedergelassenen Ärzte dürf(t)en laut Landessanitätsdirektion keine Abstriche in Eigenregie einschicken - was völlig widersinnig ist. Auch mehren sich mittlerweile ob der Qualität der Abstrichentnahme durch das geöffnete Autofenster berechtigte Zweifel.

Ach ja, und heute kam noch eine Mail der Ärztekammer für Tirol, dass die nunmehr vom Land an uns Ärzte verteilten FFP2 Masken aus China bestenfalls der Schutzklasse FFP1 entsprechen - also gerade mal so zum Einkaufen reichen. 

Fazit: keine Änderung. Meines Erachtens eine sehr gute Performance von unserer schwarz-grünen Bundesregierung und leider eine Tiroler Landesregierung, die sich in irgendeinem Loch verkrochen hat...

Zwischenstand

Die Maßnahmen unserer Regierung beginnen mittlerweile zu greifen. Gestern gab es laut Gesundheitsministerium nur noch einen Anstieg von 10.816 auf 11.127 nachgewiesene Infektionen, somit nur noch etwa 3%.

Mittlerweile haben sich nicht nur unser Bundeskanzler, sondern auch die AGES als höchste österreichische Gesundheitsbehörde, das deutsche Robert Koch Institut (RKI) und die WHO meiner Meinung angeschlossen: Laut Interview mit Franz Allerberger (AGES) geht man nun in Österreich von einer Gesamtsterblichkeit von 0,15% aller Corona-Infizierten aus (siehe mein Blogbeitrag vom 19.3.), das RKI und die WHO schwenken nun um und sehen das Tragen von Schutzmasken nun positiv (siehe mein gestriger Blogbeitrag). Kurzum: Hausverstand funktioniert auch bei COVID-19.

Lediglich bis zur Tiroler Landesregierung dürfte sich das immer noch nicht durchgesprochen haben. Wir niedergelassenen Ärzte dürfen immer noch keine Abstriche auf COVID-19 abnehmen und einschicken. Wenn wir einen Verdachtsfall haben, so müssen wir diesen nach Hause schicken. Wir schreiben eine Mail an eine uns zur Verfügung gestellte email-Adresse, der Patient bekommt eine SMS auf sein Handy, muss sich mit dieser in sein Auto setzten und zum Baggersee fahren. Dort wird durch das geöffnete Autofenster mit einem Wattestäbchen im Mund ein Abstrich genommen. Ist doch viel einfacher, als wenn wir gleich in der Praxis den Abstrich entnommen hätten .... oder?

Doch nun zur wichtigsten Frage: Wie soll das Ganze weitergehen??? Die Geschäfte werden wohl nach Ostern mit Mundschutz langsam wieder öffnen, die Quarantäne der Tiroler Gemeinden wird vermutlich in spätestens 2 bis 4 Wochen aufgehoben werden, die Matura wird verspätet mit Mundschutz ablaufen. Die Schulen denke ich werden eher noch geschlossen bleiben - ich bezweifle, dass Mundschutzmasken bei 6 bis 14 Jährigen funktionieren. Es kann aber weiterhin keine gemeinsame Betreuung von Kleinkindern geben, Restaurants und Bars werden geschlossen bleiben müssen. Der Tourismus liegt - und bleibt bis auf Weiteres - am Boden. Das Restaurant VaPiano hat es mit der Pleite vorgemacht - und viele andere werden folgen. Zugegeben - VaPiano stand bereits vor der Krise vor der Insolvenz. Und: wie lange können wir unseren BewohnerInnen in den Pflegeheimen noch jeglichen Besuch ihrer Verwandten verbieten? Andererseits bekommen die Schweden - unser Gegenmodell, also mit dem Versuch der Herdenimmunität - langsam kalte Füße. Bei erst 4947 nachgewiesenen Infektionen (halb so viele als bei uns) bereits doppelt so viele COVID-Tote wie bei uns. Und die Kurve steigt jeden Tag steiler an...

Alles Fragen, Zu denen ich im Moment keine Antwort habe. Und das macht mich ziemlich nachdenklich.