Blog: COVID-QUO VADIS.

COVID-QUO VADIS

Wir stecken im Moment inmitten einer vierten COVID-Welle. In welcher unsere Intensivstationen in den nächsten ein bis zwei Wochen an eine Belastungsgrenze kommen werden, welche wir bisher noch nicht erlebt haben. Und nun seit einigen Tagen die Hiobsbotschaft: B 1.1.529, nun auch „Omikron“ genannt. Noch infektiöser wie Delta, mit der fast 4-fachen Anzahl an Mutationen wie Delta möglicherweise auch noch mit einem „Immunescape“. Was bedeuten würde, dass der Schutz durch Impfungen oder durchgemachte Infektionen nur noch teilweise funktionieren würde.

Wie wird es weitergehen. Dazu lässt sich im Moment wohl kaum eine seriöse Aussage treffen. Bestenfalls können wir verschiedene Szenarien skizzieren.

Im besten aller Fälle wird sich Omikron nicht durchsetzen. Dann bleibt es bei der aktuellen Situation. Die Immunität in der Bevölkerung durch Impfung und Erkrankung wird laufend zunehmen. Im Frühjahr sind wir so weit durch, dass die ganze Geschichte weitgehend erledigt ist.

Eine andere Möglichkeit wäre, dass sich Omikron gegen Delta durchsetzen wird. Es ist ohne Zweifel eine gute Idee, Einreisen von Afrika zu beschränken und die wenigen betroffenen Menschen mit einer Quarantäne zu belegen. Wenn aber Omikron tatsächlich eine höhere Infektiosität wie Delta haben sollte, werden wir diesen Kampf verlieren. Es wird auch bei uns zur Verbreitung dieser neuen Variante kommen.

Die nächste bisher nicht bekannte Variable in der Rechnung ist nun der Immunescape. Wie gut sind Geimpfte und Genesene geschützt. Bereits von der ursprünglichen COVID-Variante zu Delta hat der Schutz nachgelassen. Es ist bisher nicht abschätzbar, wie sich Omikron hier verhalten wird.

Wenn es nur einen geringen Immunescape geben sollte, die bestehende Immunität also weiterhin eingeschränkt vor Erkrankung (zumindest nach 3-facher Immunisierung) und doch recht gut vor schweren Verläufen schützt, wird sich für uns nicht allzuviel ändern. Kontaktrestriktionen werden vermutlich aufgrund der höheren Infektiosität länger notwendig sein, aber irgendwann wäre das Thema erledigt.

Das unangenehmste Szenario wäre eine sich durchsetzende Omikron-Mutation, welche einen weitgehenden Immunescape hätte. Alle – ob geimpft, genesen, oder ungeimpft – wären wieder weitgehend für neue Erkrankungen empfänglich. Aufgrund der sehr hohen Infektiosität würde dieses Virus unsere Bevölkerung im Eiltempo durchseuchen, ein völliger Zusammenbruch von unserem Gesundheitssystem würde drohen. Die einzige mögliche Maßnahme wäre ein „Super-Lockdown“, in welchem unser tägliches soziales Leben auf ein absolutes Minimum heruntergefahren werden müsste.

Im letzten Szenario könnten wir nur auf eine möglichst rasche Anpassung der erhältlichen Impfstoffe hoffen. Laut Angaben der Hersteller dauert es etwa 6 Wochen, einen mRNA Impfstoff anzupassen – und weitere 3 Monate, um die benötigte Menge an Impfstoff herzustellen. Grundsätzlich würde ich davon ausgehen, dass aufgrund der Ähnlichkeit zu den bisherigen Impfstoffen eine einzige Auffrischung von bisher bereits Geimpften oder Genesenen reichen würde. Die Zeit bis zum Frühjahr wäre aber die pure Katastrophe. Und im Herbst 2022 würde das ganze in bekannter Manier weitergehen.

Die Möglichkeiten, wie das mit COVID weitergehen könnte, reichen also von einem weitgehenden Ende der Pandemie bis Frühjahr bis zu einem im schlimmsten Fall sehr katastrophalen Szenario, welches sich wieder und wieder wiederholen würde. Wenn nämlich die nächste Mutation kommen würde..

Meiner ganz privaten Schätzung nach wird sich die Zukunft irgendwo zwischen den beiden Szenarien bewegen. Keine komplette Entwarnung für 2022, aber hoffentlich auch keine komplette Katastrophe.

Keinesfalls möchte ich in der aktuellen Zeit Politiker sein. Das permanente Abwägen von gesundheitlichen Interessen – bis hin zum Verhindern des Zusammenbruchs von unserem Gesundheitssystem – gegen wirtschaftliche Interessen mit der einhergehenden Vernichtung von Existenzen, mit hoher Arbeitslosigkeit und hohen Staatsschulden. Es kann hier gar kein „richtig“ oder „falsch“ geben.

Ein großes Risiko haben meines Erachtens im Moment auch die Hersteller von „Totimpfstoffen“ (ich habe das Wort absichtlich unter Anführungszeichen gesetzt, weil es wissenschaftlich nicht ganz korrekt ist). Falls sich Omikron durchsetzen würde, und falls Omikron einen Immunescape gegen diese voraussichtlich Anfang 2022 verfügbaren Impfstoffe haben sollte, d.h. diese Impfstoffe nicht wirksam sein sollten, dann werden sich Hersteller wie Valneva und Novovax (hatte an dieser Stelle versehentlich Vaxzevria geschrieben. Danke für den Hinweis!) warm anziehen müssen. Die Änderung dieser Impfstoffarten dürfte sich wesentlich aufwändiger gestalten wie die Anpassung eines mRNA Impfstoffes.

Blog: geimpft im Krankenhaus

Nachdem vorgestern auch die Emotionen meinerseits hochgegangen sind - mehr als eigentlich vernünftig wäre - wollte ich heute einen Blog zum Thema "wie gut wirkt die Impfung wirklich" schreiben. Sachlich. Vernünftig.

Allerdings habe ich mir heute morgen beim Frühstück den Podcast der "Presse" angehört - in dem genau dieses Thema sehr fundiert und völlig unaufgeregt besprochen wird. Also - meine Empfehlung - reinhören! Hier der Link:  https://www.diepresse.com/6058604/doppelt-geimpft-und-im-krankenhaus-was-ubersehen-wir

Viel Spass!

Blog:

Blog: 

Langsam wird es absurd. Nachdem von Politik und auch von Teilen der Gesellschaft das Problem bisher allem Anschein nach schlicht und ergreifend ignoriert wurde, haben wir nun folgende Situation: heute wurden mit 11.300 Neuinfektionen erstmals seit COVID die 10.000 Fälle an einem Tag überschritten. Hochgerechnet müssen wir in den nächsten 10 bis 14 Tagen mit 100.000 Neuinfektionen rechnen. Mit ein bis zwei Wochen Verspätung werden dann ein paar Hundert von diesen Menschen intensivmedizinische Betreuung brauchen. Dabei sind offiziell in Oberösterreich und in Salzburg, inoffiziell auch in Tirol die Intensivkapazitäten bereits jetzt aufgebraucht (Deshalb werden in der Klinik Innsbruck wie auch schon in den Medien berichtet bereits OPs verschoben).

In zwei Wochen werden wir in unseren Krankenhäusern mit größter Wahrscheinlichkeit ein veritables Problem haben, alle (auch nicht-COVID) Akutpatienten zu versorgen.

In der Ordination haben wir im Moment einschließlich aller Patienten, welche ihre Medikamente brauchen, täglich so gegen 200 Patientenkontakte. Mein Team arbeitet am Rande dessen, was machbar ist. Zusätzlich bemühen wir uns, fast täglich COVID-Impfungen anzubieten. Und am Samstag den 27.11. haben wir die Praxis nur für COVID Impfungen offen – nachdem wir die beiden Wochenenden zuvor jeweils Samstag und Sonntag für die Notordination geöffnet haben.  Dabei bemühen wir uns nach bestem Wissen und Gewissen, nicht zu viele Patienten auf einmal in der Ordination zu haben und die COVID-Erkrankten – die auch in unserer Praxis von Woche zu Woche mehr werden – von den anderen Patienten abzuschirmen.

Der Rest des Blogs wurde nach einem sehr guten und einvernehmlichen Gespräch mit den Betroffenen gelöscht. 

Korrektur AstraZeneca - Inzidenzen

Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass sich bei meinem letzten Blogeintrag am Ende bei den Inzidenzen eine unpräzise Formulierung eingeschlichen hat. Ich habe nur von Inzidenzen geschrieben - aber nicht vom zugehörigen Zeitraum. Die Daten der EMA entsprechen Inzidenzen von einem Monat, die Vergleichsinzidenz aus Österreich ist eine Ein-Wochen-Inzidenz. Die Zahlen sind nun auch auf den Zeitraum hin korrigiert. Allerdings ändert sich nichts an meinem Fazit. 

AstraZeneca – Quo vadis?

Blog: AstraZeneca – Quo vadis?

Letzte Aktualisierung / Korrektur: 5.5.2021

Nachdem vor gut 2 Wochen eine Patientin von mir nach einer COVID-Impfung mit AstraZeneca eine Sinusvenenthrombose mit Gerinnungsstörung hatte und auf die neurologische Intensivstation der Klinik Innsbruck aufgenommen wurde, gingen die Wogen kurz hoch. Mein Twitter-Post wurde ungefragt von oe24.at, Heute und dem Kurier übernommen – was mich schon ziemlich erstaunt hat. Im Gegenzug wurde im darauffolgenden ORF Interview meine Aussage, dass ich bei jungen Frauen sehr wohl „Bauchweh“ im Bezug auf eine COVID-Impfung mit AstraZeneca habe, herausgeschnitten.

Die EMA (Europäische Zulassungsbehörde) hat schlussendlich noch einmal eine Empfehlung bezüglich AstraZeneca herausgegeben, in der sie auf das Risiko einer Thrombopenie (erniedrigte Zahl an Blutplättchen) vergesellschaftet mit einer Thrombose bzw. Embolie (Blutgerinnsel) hinweist. (Klarstellung: wir sprechen hier NICHT über die banale Thrombose / Lungenembolie!) Ein zu vermutender Zusammenhang zur Impfung mit AstraZeneca wird – wie von mir in meinem letzten Blog über die Mechanismen bereits vermutet – bestätigt. Die letztendliche Entscheidung, ob und für wen dieser Impfstoff schlussendlich verwendet wird, wurde den einzelnen europäischen Staaten überlassen. Deutschland hat die Anwendung für unter 60 jährige untersagt, Dänemark hat AstraZeneca vom Markt genommen. Und Österreich? Österreich sieht in der „Nicht-Entscheidung“ der EMA offensichtlich den Freibrief zum Weiterimpfen.

Wie sieht es nun tatsächlich anhand der von der EMA publizierten Zahlen aus? (https://www.ema.europa.eu/en/documents/chmp-annex/annex-vaxzevria-art53-visual-risk-contextualisation_en.pdf)

In Summe ist für jedes Medikament und für jede Impfung abzuwägen, ob das Risiko den Nutzen eindeutig und deutlich übersteigt. Um hier eine Entscheidung treffen zu können, müssen wir uns zuerst einmal das Risiko ansehen, mit dem COVID für die jeweilige Bevölkerungsgruppe verbunden ist. Dieses Risiko ändert sich mit dem Alter, den Vorerkrankungen, mit dem Geschlecht, aber auch mit der Wahrscheinlichkeit, COVID zu bekommen. Also mit der Inzidenz (Zahl der Neuerkrankungen pro 100.000 Fälle).

Wenn ich eine Inzidenz von 400 / 100.000 pro Monat annehme, so ist zu erwarten, dass in der Gruppe der 20-29 jährigen 37 von 100.000 Menschen einen Krankenhausaufenthalt brauchen und 3 davon eine Intensivstation benötigen.

Wenn die Inzidenz sinkt auf 50 / 100.000 pro Monat (=12 in 7 Tagen), dann sind in der Gruppe der 20-29 jährigen 4 Krankenhausaufnahmen pro 100.000 Personen, aber keine einzige Aufnahme auf eine Intensivstation zu erwarten.

Anders sieht es in der Gruppe der z.B. 70-79 jährigen aus. Bereits bei einer sehr geringen Inzidenz von 50 / 100.000 pro Monat ist mit 45 Krankenhausaufnahmen / 100.000 Menschen und mit 6 Intensivaufenthalten zu rechnen, bei einer Inzidenz von 400 / 100.000 pro Monat sind es 278 Krankenhausaufenthalte und 39 Intensivpatienten.

Diese Zahlen sind nun zu den Risiken der Impfung in Relation zu setzten. Im konkreten Fall mit dem Risiko für eine Thrombopenie vergesellschaftet mit einer Thrombose bzw. Embolie. Dieses Risiko liegt in der Gruppe der 20-50 Jährigen in etwa bei 2 von 100.000 geimpften Personen und sinkt dann ab bis auf 0,5 / 100.000 bei den über 70 Jährigen.

Noch nicht einkalkuliert bei diesen Zahlen ist die Verteilung des Risikos nach Geschlecht: auch wenn es im Moment noch keine offiziellen Zahlen dazu gibt, so scheint sich ein Verhältnis von 2:1 herauszukristallisieren. Frauen sind in etwa doppelt so oft betroffen wie Männer.

FAZIT:

Ich habe keinerlei Probleme damit, ältere Menschen, insbesondere Männer, mit AstraZeneca gegen COVID zu impfen. Ein doch recht hohes Risiko, an COVID ernsthaft zu erkranken, steht einem sehr geringen (1:200.000) Risiko einer Thrombopenie mit Thrombose/Embolie gegenüber.

Anders sieht das Ganze bei jüngeren, weiblichen Patienten aus: Das Risiko für eine schwere Komplikation liegt laut EMA bei 2 / 100.000. Wenn ich die zu erwartende Verteilung nach Geschlecht mit einberechne vermutlich sogar eher bei 3 / 100.000. Auf der anderen Seite der Waage ist ein Risiko von 3-5 bei den 0 bis 39 jährigen, bei einer Inzidenz von 400 / 100.000 pro Monat (400:4,3 = 93 = 7-Tagesinzidenz, derzeit in Österreich 147, Stand 3.5.) einen schweren Verlauf mit Intensivstation zu erleiden. Und von 0 / 100.000, wenn die Inzidenz von COVID auf 50 / 100.000 sinkt.

Ich kann somit das österreichische Vorgehen, auch bei sinkenden Inzidenzen weiterhin mit AstraZeneca uneingeschränkt auch junge Frauen (Kindergartenpädagoginnen, Lehrerinnen) zu impfen, nicht nachvollziehen.  

Blog: COVID-Impfung, AstraZeneca und Thrombose

Warnung! Es wird lang und recht medizinisch - auch wenn ich mich bemüht habe, es auch für Nicht-Medizinier verständlich zu schreiben.

In den letzten Tagen ist es zu einer zunehmenden Verunsicherung über die COVID-Impfung insbesondere mit dem Impfstoff von AstraZeneca gekommen, da sich Berichte über Gerinnungsstörungen und thrombotische Ereignisse (Blutgerinnsel) – auch in Österreich – gehäuft haben. Deutschland, Italien und 13 andere Staaten haben die Impfung mit AstraZeneca inzwischen ausgesetzt, Österreich impft noch, die WHO empfiehlt, weiter zu impfen. Und die europäische Zulassungsbehörde EMA prüft noch.

Besteht also grundsätzlich die Möglichkeit, dass eine COVID-Impfung wirklich diese schwere, teils tödliche Nebenwirkung hat? Meiner Meinung nach ja.

Es wurde bereits zu Beginn der COVID-Pandemie in China beschrieben, dass eine nicht unerhebliche Anzahl von COVID-Patienten im Krankenhaus an einer verminderten Anzahl von Blutplättchen und Gerinnungsstörungen litt.

Um zu verstehen, was nun eine verminderte Anzahl von Blutplättchen – eigentlich ein Risikofaktor für Blutungen – und Blutgerinnsel miteinander zu tun haben, können wir ein gutes vergleichbares Beispiel heranziehen: die Heparininduzierte Thombozytopenie (HIT). Eine gefürchtete Nebenwirkung bei der Verabreichung von Heparin, einem Medikament zur Gerinnungshemmung und Vorbeugung vor Thrombosen. Heparin bindet in unserem Körper an verschiedene Proteine (Eiweißpartikel). Gegen diesen Heparin/Protein-Komplex bildet unser Immunsystem mit etwas Pech Antikörper. Der an diesen Komplex gebundene Antikörper kann dann in weiterer Folge Blutplättchen aktivieren und diese beginnen zu verklumpen. Dadurch sinkt einerseits die frei verfügbare Menge an Blutplättchen („Thrombozytopenie“) und es kommt zu unerwünschten Einblutungen in Haut und Organe. Andererseits bilden die verklumpten Blutplättchen Thrombosen und können unter anderem zur Lungenembolie führen.

Es gibt nun (BMJ/2021/Mar 11) zumindest zwei Theorien, wie solch ein Vorgang durch eine COVID-Impfung ausgelöst werden könnte:

  • Es wäre möglich, dass die mRNA bzw. der Impfvektor direkt in die Blutplättchen gelangt und auch in diesen nun die – eigentlich für die Antikörperbildung erwünschten – COVID-Spikeproteine produziert werden. Somit würden Blutplättchen dann von COVID-Antikörpern erkannt und in weiterer Folge aktiviert werden. Es kommt wieder zum Verklumpen der Blutplättchen mit einerseits Abfall der frei verfügbaren Blutplättchen und andererseits zur Bildung von Thrombosen.
  • Manche Autoren vermuten hingegen, dass der Impfstoff eine direkte Autoimmunantwort gegen Blutplättchen und somit wiederum den bereits mehrfach beschriebenen Prozess von Abfall der Blutplättchen einerseits und Thrombose andererseits einleitet.

Somit stellen sich zwei Fragen:

  • Ist das Ganze wirklich nur ein Problem vom Impfstoff von AstraZeneca? Wir wissen es nicht – es wurden auch thrombembolische Ereignisse bei BioNTech/Pfizer und Moderna beschrieben. Leider kann ich beim besten Willen keine wirklich vernünftigen Zahlen dazu finden. Es würde mich aber nicht wundern, wenn sich im Laufe der nächsten Zeit herausstellen würde, dass das Problem auch bei anderen Impfstoffen besteht.
  • Ist es sinnvoll, nun einen einzelnen Impfstoff (AstraZeneca) auszusetzen oder vom Markt zu nehmen? Grundsätzlich steht mir hier kein Urteil zu. Wie bereits erwähnt, stehen keine validen Daten zur Verfügung, um das zu beurteilen.
  • Würde ich mich mit meinem heutigen Wissensstand mit AstraZeneca impfen lassen? JA! Laut den bisher verfügbaren Daten trat nach etwa einer von 200.000 AstraZeneca-Impfungen ein thrombembolisches Geschehen auf. Die Wahrscheinlichkeit für ein spontanes thrombembolisches Ereignis in der Gesamtbevölkerung liegt je nach Angabe zwischen 1 von 1000 und 1 von 10.000 pro Jahr. Das Risiko, einfach so „aus heiterem Himmel“ an einer Thrombose zu erkranken ist also wesentlich höher als das Risiko, eine Thrombose aufgrund einer COVID-Impfung zu bekommen.

In Anbetracht des letzten Absatzes widerspreche ich mir eigentlich selber. Weiter oben habe ich geschrieben, dass ich einen Zusammenhang mit der Impfung für wahrscheinlich halte!

Ich glaube, dass wir hier differenzieren müssen: einerseits gibt es die „banale“ Thrombose, vereinzelt mit einer – gerade bei jungen Frauen, die die Pille nehmen – gar nicht so seltenen Lungenembolie. Hier ist es meines Erachtens aufgrund der Häufigkeiten nicht zulässig, einen kausalen Zusammenhang zur Impfung zu vermuten. Andererseits gab es aber nach COVID Impfungen vereinzelte komplexe Immunthrombozytopenien (thrombembolische Geschehen mit Abfall der Blutplättchenzahl/Gerinnungsstörung) und auch vereinzelte Fälle einer in der gesunden Bevölkerung eher seltenen Sinusvenenthrombose (Blutgerinnsel im Gehirn). Hier ist ein Zusammenhang mit der Impfung meines Erachtens nicht ganz so unwahrscheinlich. Allerdings machen diese „Spezialfälle“ vermutlich nur einen sehr geringen Teil der bisher gemeldeten Zwischenfälle aus. Mit einem entsprechend extrem niedrigen Risiko, einen solchen nach einer COVID-Impfung zu erleiden.

Bei jeder Ruhigstellung eines Beines (Gips/Schiene) verordnen wir vorbeugend (!) unser gutes altes niedermolekulares Heparin („Thrombosespritze“) und riskieren wissentlich mit einem Risiko von ca. 1:10.000 eine – weiter oben beschriebene - heparininduzierte Immunthrombozytopenie. (Fachinformation Lovenox: selten (1:1000 – 1:10000) Fälle von immunologisch bedingter allergischer Thrombozytopenie mit Thrombose; manchmal ging die Thrombose mit den Komplikationen Organinfarkt oder Ischämie der Gliedmaßen einher.)

Und bei einer ebenso sinnvollen prophylaktischen COVID-Impfung wäre dann plötzlich ein potentielles Risiko von 1:200.000 ein Problem? Für mich nicht.

Blog: AstraZeneca ChAdOx1 – Zahlen und Daten

Beinahe täglich gibt es jetzt neue Meldungen ob und für wen nun der Impfstoff von AstraZeneca zugelassen wird. Gar nicht? Für alle? Nur für unter 55-jährige?

Die einzige mir bekannte und öffentlich zugängliche Datenquelle ist eine Publikation im Lancet vom 9. Jänner 2021. Dabei lässt sich folgendes zusammenfassen:

Es wurden bisher insgesamt 11.636 Patienten in die Zulassungsstudien COV001 bis COV003 eingeschlossen. Von diesen bekamen 5807 tatsächlich den ChAdOx1 Covid-Impfstoff von AstraZeneca verabreicht, der Rest der Teilnehmer als Vergleich einen Meningokokkenimpfstoff.

Von den eingeschlossenen Personen waren insgesamt 5089 zwischen 18 und 55 Jahren, 494 zwischen 56 und 60 Jahren und 224 Testpersonen waren 70 Jahre und älter.

In der Auswertung werden leider keinerlei Auswertungen nach Alter, sondern nur der einzelnen Studiengruppen gemacht.

Fazit:  ca. 87,7% der Testpersonen hatten ein Alter zwischen 18 und 55 Jahren, und nur gut 12,3 % der Testkandidaten waren älter als 55 Jahre. Es liegen – zumindest im Lancet – keinerlei nähere Daten zur Wirkung nach Altersgruppen vor. Und auch wenn AstraZeneca diese Daten zur Zulassung nachreichen würde, so handelt es sich hier um lediglich 494 Testpersonen über 55 Jahre und extrem magere 224 Testpersonen über 70 Jahre.

Zudem kommt noch die bereits mehrfach angesprochene Problematik mit den verschiedenen Impf-Dosen. Von den 5807 insgesamt mit ChAdOx1 geimpften Personen wurden 1367 Probanden (alle zwischen 18 und 55 Jahre alt) zuerst mit einer niedrigeren und dann mit der Standard-Dosis geimpft. Unter diesen Personen kam es zu lediglich 3 COVID-Infektionen, in der Vergleichsgruppe zu 30, was eine Effektivität von 90% ergibt.

Bei allen anderen – beide male mit der vollen Dosis geimpften – Testpersonen konnte lediglich eine Effektivität von gut 60 bis 62% festgestellt werden. Grundsätzlich gibt es für diesen Unterschied medizinisch eine plausible Erklärung (basierend auf der verwendeten Vector-Technologie).

Die somit wirklich „brauchbare“ Testgruppe (COV001) beinhaltet somit keine über 55 Jährigen und hat auch lediglich 1367 tatsächlich Geimpfte und eine etwa gleich große Vergleichsgruppe.  Zum Vergleich: die Zulassung vom Impfstoff von BioNTech-Pfizer erfolgte aufgrund einer Studie mit über 43.000 Teilnehmern, von denen die Hälfte, also über 20.000, tatsächlich den Impfstoff erhalten haben. Es gab eine eigene Auswertung bei Personen über dem 65. Lebensjahr, welche einen Impfschutz von 94% ergeben hat.

Ich bin somit schon gespannt, wie die EMA Ende Jänner entscheiden wird: „Voll“Zulassung wie in England – als verspätetes Weihnachtsgeschenk für die Europäische Politik? Eine – für mich das wahrscheinlichste Szenario – Zulassung ab dem 18. bis zum 55. Lebensjahr. Oder der unwahrscheinliche Supergau für die Impfplanung – eine komplette Ablehnung der Zulassung.

Blog: Virusmutationen

Nach einer längeren Blog-Pause gibt es wieder einmal genug Themen für mich, um darüber zu schreiben.

Im Grunde genommen ist jetzt das passiert, wovor ich mich seit Beginn der Pandemie am meisten gefürchtet habe. Das Virus ist mutiert.

Was heißt das eigentlich? Das Virus infiziert eine Zelle und „zwingt“ diese dazu, eine hohe Zahl neue Viren zu produzieren. Bei jeder dieser Replikationen wird die gesamte Virus-RNA kopiert. Wobei kopiert das falsche Wort ist. Genaugenommen wird sie von einem Enzym, der RNA-Polymerase, Base für Base abgeschrieben. Und dabei passieren Fehler. Die Viren unterscheiden sich somit untereinander nach jeder „Kopie“ minimal. Wenn nun ein Fehler passiert, der für das weitere Überleben des Virus einen Nachteil mit sich bringt, so wird dieses neue Virus in weiterer Folge wieder aussterben. Wenn nun dieser Fehler für das Virus einen Überlebensvorteil bringt, indem es zum Beispiel leichter in unsere Zellen eindringen und uns infizieren kann, dann wird diese neue Variante des Virus aufgrund von diesem Vorteil über kurz oder lang die alte Variante verdrängen.

Genau das ist jetzt passiert: die „Britische“ B 1.1.7. Variante des COVID-Virus funktioniert aus Sicht des Virus besser wie sein Vorgänger, hat also einen entscheidenden Überlebensvorteil. Dieser Überlebensvorteil für das Virus ist für uns natürlich ein entscheidender Nachteil, weil noch schneller noch mehr Menschen an COVID-19 erkranken.

Im Moment sieht es so aus, als ob die im Moment um sich greifende Mutation zwar eine bessere Bindung zum ACE Rezeptor aufbauen kann und somit über diesen leichter in die Zelle eindringen und diese infizieren kann. Allerdings scheint diese entstandene Veränderung an der Virus-Oberfläche die Wirkung der aktuellen COVID-Impfungen nicht zu beeinträchtigen. Und auch der Verlauf der einzelnen COVID-Erkrankungen und die Zahl der schweren Verläufe scheint unverändert.

Was kann also auf uns zukommen? Mit etwas Pech kann sich in nächster Zeit eine Virusmutation entwickeln, bei der der Impfstoff nicht mehr greift. Dann müssten die Impfstoffe entsprechend geändert werden und eine neuerliche Impfung wäre nötig (ähnlich der Influenza – alle Jahre wieder neu).

Ich lese täglich in den sozialen Medien, dass sich unser Bildungsminister für die Schulöffnung endlich eine vernünftige Strategie einfallen lassen soll. Mein Problem dabei ist, dass ich mir bei einem nun doch recht infektiösen Virus keine Strategie vorstellen kann, bei der ich vermeiden kann, dass sich 15 oder gar 30 Menschen, die sich über Stunden im gleichen Raum befinden, nicht gegenseitig mit dem Virus anstecken.

Fazit: für mich bleibt das System Hoffnung. Die Hoffnung, dass die Impfung funktionieren wird. Die Hoffnung, dass das Virus bis Sommer oder Herbst (wenn dann zumindest alle, die sich impfen lassen, geimpft sind) keine weiteren „Mutanten“ entwickelt, gegen die die Impfung nicht mehr schützen würde. Die Hoffnung, dass wir die Pandemie wirklich im Griff haben werden – und nicht umgekehrt.

Blog: Wo bleiben die bestellten COVID-Impfstoffe der anderen Hersteller?

Nachdem BK Kurz in seinem letzten ZIB-Interview erklärt hat, dass die EU von 6 Herstellern COVID-Impfstoffe geordert habe, bin ich jetzt einmal auf die Suche nach diesen Impfstoffen gegangen.

Die EU hat laut meiner Internet Recherche für (zumindest) folgende Impfstoffe Verträge abgeschlossen:

BioNTech/Pfizer: ursprünglich 200 Mio Dosen, nun auf 300 Mio aufgestockt. mRNA Impfstoff, Zulassung seit 23.12., bisher einziger zugelassener Impfstoff.

 

Moderna: 160 Mio Dosen, mRNA Impfstoff, Zulassung rund um den 7.1.2021 geplant.

 

AstraZeneca: 400 Mio Dosen, Vector-Impfstoff. Aufgrund der nicht ganz klaren Datenlage Zulassung frühestens Februar / März. In England und Argentinien Notzulassung.

 

Curevac: von diesem ebenfalls deutschen Hersteller wurden 405 Mio Dosen vertraglich gesichert. mRNA Impfstoff – ähnlich BioNTech/Pfizer und Moderna, kann aber als einziger mRNA Impfstoff im Kühlschrank gelagert werden. Phase III Studie seit Dezember laufend, Zulassung vermutlich III. Quartal 2021.

 

Johnson & Johnson: Vector-Impfstoff (ähnlich AstraZeneca), 200 Mio Dosen, es wird aber angeblich nur eine Dosis für den Impfschutz benötigt, Phase III bereits seit 9/2020 laufend. Frühester Antrag auf Zulassung in den USA für Februar 2021 geplant.

 

Sanofi-GSK: subunit-Impfstoff. Somit der einzige Impfstoff auf Basis der bisher verwendeten Technik – es wird wie üblich bereits ein Antigen zur Impfung verwendet. Allerdings bereitet dieser einzige „klassische“ Impfstoff überraschend Probleme aufgrund einer unzureichenden Immunantwort. Es ist frühestens im II. Quartal 2021 mit dem Beginn einer Phase III Studie zu rechnen. Falls die Immunantwort doch noch entsprechend ausfällt, wäre mit einer Zulassung frühestens im IV. Quartal 2021 zu rechnen.

 

In Summe hat die EU somit Verträge über 1765 Mio Dosen, ausreichend für 982 Mio Menschen, abgeschlossen. Bei einer Bevölkerungszahl von rund 450 Mio Menschen in Europa wurden Verträge über die doppelte der benötigten Menge an Impfstoffen abgeschlossen. Österreich sollte bei exakt 2% der europäischen Bevölkerung laut Bund 2% der verfügbaren Impfstoffe zur Verfügung gestellt bekommen.

 

Im Moment steht nur der Impfstoff von BioNTech/Pfizer und in nächster Zeit noch der Impfstoff von Moderna zur Verfügung. Von diesen beiden Impfstoffen müsste Österreich insgesamt (bei 2% des Vertragsvolumens) ein Kontingent von 9,2 Mio Dosen, ausreichend für 4,6 Mio Menschen zur Verfügung stehen. Es ist unwahrscheinlich, dass wir im I. Quartal auf über 500.000 Impfungen kommen werden. Bis Herbst wird es aber so viel Impfstoff geben, dass wir vermutlich nicht mehr wissen, wohin damit. Und falls Sanofi-GSK die Zulassung doch noch schaffen sollte, dann können die „Gen-Skeptiker“ (und Aluhutträger) dann auch noch ihren „gewohnten“ Impfstoff erhalten.

Blog: Die Zeit drängt – was macht der Impfstart

Die letzten Informationen aus England zur aktuellen Mutation des COVID-Virus machen nachdenklich. Beim Contact-Tracing zeigt sich, dass etwa 15% statt bisher knapp 10% der Kontaktpersonen sich mit dem „neuen“ Virus infizieren. Die Virus-Last bei den Betroffenen ist um 50% höher, was auch die höhere Infektiosität erklärt. Allerdings ist die prozentuelle Anzahl an schweren Erkrankungen oder Todesfällen im Wesentlichen unverändert. Wenn allerdings die Anzahl der Infektionen steigt, steigt in gleichem Ausmaß auch die Anzahl an Todesfällen. Von der Altersverteilung gibt es keine relevanten Änderungen zu bisher. Kinder unter 10 Jahre sind weniger häufig betroffen wie Erwachsene, die Gruppe der 10 bis 20 jährigen erreicht aber bereits das Niveau der durchschnittlichen Bevölkerung. (Quelle: Public Health England. Investigation of novel SARS-CoV-2 variant). Und ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis diese Variante des Virus sich auch bei uns ausbreitet.

Nun zum Impfen: hier geht es typisch österreichisch zu. Vor etwa zwei Monaten bekam ich ein schriftliches Angebot von unserem Softwarehersteller (CGM – Compugroup medical, Marktführer in Österreich bei Arztsoftware), in dem das Software-Modul „elektronischer Impfpass“ um einen Sonderpreis angeboten wurde. Unmittelbar darauf kam eine Aussendung der Ärztekammer für Tirol, dass diese vom Kauf dieses Moduls abrät, weil die gesetzlichen Gegebenheiten noch nicht geklärt wären. Heute kam nun ein neuerliches Schreiben der Ärztekammer von Tirol. Es werden COVID-Impfungen auch in den Praxen durchgeführt, Voraussetzung ist aber nun doch die Software-Anbindung an den elektronischen Impfpass. Nach Rücksprache mit einem Vertreter der Ärztekammer und meinem Softwarehersteller CGM sei die Entscheidung, dass der elektronische Impfpass verpflichtend für COVID-Impfungen zu verwenden ist, schlussendlich am 23. Dezember 2020 getroffen worden. Impfbeginn war in Wien am 27.12., bei uns im Wohnheim am 12.1.. Österreich weiß jetzt also seit Monaten, dass diese Impfung kommt. Die Einigung und der Entschluss, den elektronischen Impfpass zu verwenden, kommt ein paar Tage vor Impfstart.

Und die Zeit drängt. Vor allem, wenn die neue Mutation des Virus sich bei uns verbreitet.

Was ist los mit AstraZeneca?

Wie ich in meinem Blog vom 10.12. geschrieben habe sind im Moment drei Impfstoffe bei uns die   Hoffnungsträger:

 

BNT 162b2 (Pfizer/BioNTech) – Zulassung 21.12.2020 erhalten, erste Impfungen in Österreich durchgeführt.

 

mRNA-1273 (Moderna) – Zulassung für 7.1. geplant und wahrscheinlich.

 

Beides sind Impfstoffe auf reiner mRNA-Basis. Die Effektivität liegt jeweils um die 95%, Verträglichkeit bisher sehr gut.

 

Im Gegensatz zu den beiden oben erwähnten mRNA Impfstoffen basiert der Impfstoff von AstraZeneca (Siehe Blogeintrag 10.12.) auf einem Virusvektor, d.h. einem intakten, aber für Menschen harmlosen Virus, welches die entsprechende RNA-Sequenz beinhaltet.

Die Vorteile von diesem Impfstoff gegenüber den beiden reinen mRNA-Impfstoffen sind

1) die Haltbarkeit (die mRNA Impfstoffe müssen bei -70° gelagert werden) und

2) Laut Medien der wesentlich günstigere Preis (ca. 14,- bis 18,- Euro pro Impfung bei den beiden mRNA Impfstoffen, Moderna scheint am teuersten zu sein, versus laut Medien 2,50 Euro pro Dosis bei AstraZeneca).

 

Soweit ich bisher den Medien entnehmen konnte (mehr Informationen haben wir leider nicht) scheint Österreich von den beiden mRNA Impfstoffen etwa 3 bis 3,5 Millionen Dosen, also die Menge für etwas über 1,5 bis 1,8 Millionen Menschen bestellt zu haben. Den Rest will Österreich – so wie viele EU-Länder - mit dem Impfstoff ChAdOx1 / AZD 1222 (Oxford-AstraZeneca) abdecken. Weil billiger und leichter zu lagern.

 

Die Sache scheint im Moment einen kleinen Haken zu haben: in den ersten Tests hat der Impfstoff von AstraZeneca insgesamt lediglich eine Schutzwirkung von etwa 70% gezeigt. Allerdings gab es eine Untergruppe, in welcher zuerst eine kleine Dosis und bei der zweiten Impfung die Standard-Dosis verabreicht wurde. Und in dieser Untergruppe zeigte dann auch dieser Impfstoff eine Wirksamkeit von über 90%. Laut den bisher publizierten Daten hatte diese Untergruppe mit der guten Wirkung nur eine Größe von etwas über 1000 Probanden, also eine für eine Zulassung zu kleine Anzahl.

In den letzten Tagen hat AstraZeneca in den Medien eine – zumindest für mich – eher unangenehm aggressive Kampagne gestartet, wonach der Impfstoff „100-prozentige Impfstoff-Zuverlässigkeit“ versichert (DiePresse, https://www.diepresse.com/5916060/astrazeneca-versichert-100-prozentige-impfstoff-zuverlassigkeit   … Liebe Presse – warum macht ihr da mit?) – weil unter den geimpften keine relevanten schweren COVID Verläufe waren.

Dass aber mit den Daten nicht alles so klar ist, wie es sich AstraZeneca wünschen würde, scheint sich mit heutigem Datum bestätigt zu haben: die EMA (europäische Zulassungsbehörde) geht nicht von einer Zulassung noch im Jänner 2021 aus.

 

Ich zitiere aus meine Blog vom 10.12.2020 „Mit etwas Skepsis sehe ich im Moment noch den Impfstoff ChAdOx1 / AZD 1222 (Oxford-AstraZeneca). Einerseits verwendet dieser – zusätzlich zur ohnehin noch stark diskutierten mRNA Technik einen Virusvektor als Vehikel. Andererseits liefert dieser bei den zwei verwendeten Impfschemata nicht ganz erklärbare Unterschiede in der Wirksamkeit“ .

 

Ob Österreich mit diesem preisgünstigsten aller Impfstoffe nicht ein wenig auf das falsche Pferd gesetzt hat?